Ruhige Balkonecke mit gepolstertem Sessel, Kräutertöpfen, Tee und Buch im Abendlicht

Gewicht in den Wechseljahren: was sich verändert und was hilft

Kurz gesagt

Mit sinkendem Östrogenspiegel verlagert sich Fett eher an den Bauch, Muskelmasse geht leichter verloren und der Schlaf wird oft unruhiger. Das alles beeinflusst das Gewicht, auch wenn du nichts anders machst als früher.

Am meisten bringen jetzt Krafttraining, ausreichend Eiweiß, guter Schlaf und Geduld mit dir selbst.

Was im Körper passiert

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke nach und nach die Hormonproduktion um. Der sinkende Östrogenspiegel führt dazu, dass Fett weniger an Hüften und Oberschenkeln und mehr am Bauch gespeichert wird.

Gleichzeitig nimmt mit dem Alter die Muskelmasse ab, wenn sie nicht aktiv erhalten wird. Weniger Muskeln bedeuten einen geringeren Energieverbrauch in Ruhe. Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen stören den Schlaf, und wer schlecht schläft, hat oft mehr Hunger auf Energiereiches.

Was jetzt hilft

  • Krafttraining zwei- bis dreimal pro Woche. Es erhält Muskeln und stärkt die Knochen.
  • Eiweiß auf mehrere Mahlzeiten verteilen, zum Beispiel Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Fisch
  • Viel Gemüse und Ballaststoffe für Sättigung und Verdauung
  • Alkohol reduzieren, er verstärkt Hitzewallungen und stört den Schlaf
  • Schlaf ernst nehmen: kühles Schlafzimmer, feste Zeiten, Bildschirm aus
  • Den Taillenumfang im Blick behalten, nicht nur die Waage

Hormontherapie und weitere Unterstützung

Eine Hormonersatztherapie kann Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen lindern. Ein Abnehmmittel ist sie nicht. Ob sie für dich sinnvoll ist, klärst du gynäkologisch.

Wenn dein BMI im Bereich einer Adipositas liegt oder gewichtsbedingte Erkrankungen dazukommen, können auch Medikamente zur Gewichtsregulierung eine Option sein. Ob das für dich infrage kommt, wird bei der ärztlichen Prüfung deines Fragebogens beurteilt.

Häufige Fragen

Hinweis

Dieser Journal-Beitrag bietet allgemeine Informationen. Er ist keine Diagnose, keine Verordnung und kein Versprechen eines Ergebnisses. Ob eine Behandlung für dich infrage kommt, entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt nach Prüfung deines Fragebogens. Bei akuten oder starken Beschwerden wende dich an deine Hausarztpraxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall an die 112.

Quellen und medizinische Prüfung

Grundlage sind die S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause und die S3-Leitlinie zur Adipositas. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Medizinische Prüfung ausstehend.

  • S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause: Diagnostik und Interventionen (DGGG)
  • S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas